Chapter

Hans Baer

In einem alten Fichtenwalde wohnte einmal vor vielen, vielen Jahren ein armer Koehler mit seiner Frau, die ihm erst vor kurzem ein gesundes Knaeblein geschenkt hatte, das in der Taufe den Namen Hans empfing. Dieser entwickelte bald nach seiner Geburt eine solche Koerperstaerke, dass er drei kleine Huendchen, die die Eltern ihm als Spielkameraden beigegeben hatten, der Reihe nach mit seinen Haendchen zu Tode drueckte. Darueber schalten sie nun wohl den Knaben; in ihrem Herzen aber freuten sie sich ueber die so wunderbaren Anlagen ihres Soehnleins und gedachten noch einmal etwas Grosses aus ihm zu ziehen. Doch nicht lange sollten sie solcher Freude geniessen, wie ich dir sogleich erzaehlen werde. - Es hauste naemlich in diesem selbigen Walde ein ungeheurer Baer; dem hatten die Jaeger seine beiden Jungen genommen, worueber er sehr betruebt war und Tag und Nacht vor Schmerz im Walde umherheulte. So kam er auch einst vor das Haus des Koehlers, wo der kleine Hans an der Erde sass und spielte. Als der Baer ihn gewahrte, ward er noch lebhafter gemahnt, an seine eignen Kindlein zu denken, und um Rache zu nehmen an den boesen Menschen, die sie ihm geraubt hatten, fuhr er auf den kleinen Hans zu, um ihn zu fressen. Hans aber riss ein Baeumchen aus der Erde und schlug so tapfer auf den grossen Baeren los, dass dieser, erstaunt ueber die Kraft und den Mut des Kindes, bald ganz andern Sinnes

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