Chapter

Erstes Kapitel

Der Beruf. In den für mich so denkwürdigen Tagen, wo ich Schulbank und Spielplatz verlassen mußte, um als Glied in die Kette einzutreten, an der unter dem Namen Geschäftsleben die ganze Welt zappelt und vergebens nach der verlorenen Freiheit ringt, in jener Zeit war noch viel weniger als jetzt von einer Kunst die Rede, in der man es freilich bis auf diesen Tag noch nicht weit gebracht hat. Ich meine die Kunst, den Kopf eines Menschen mit einigen gewandten Griffen zu betasten und ihm genau zu sagen, welche Anlagen er besitzt, welche Fähigkeiten er auszubilden hat und welches Geschäft er ergreifen muß, damit er später nicht, gleich so vielen, über verfehlten Beruf zu klagen haben möge. Wäre es aber auch damals möglich gewesen, mir nach den Auswüchsen meines Kopfes genau zu sagen, wozu ich befähigt sei, so hätten es mir doch die Verhältnisse nicht erlaubt, ein anderes Geschäft zu ergreifen, als wozu mich die Vorsehung und einiger Geldmangel bestimmt hatten. Ich hatte keine Eltern mehr und befand mich im Hause und unter der Aufsicht einer Tante, die Witwe war und einen kleinen Laden führte, wo ich ihr in meinen Freistunden hilfreiche Hand leistete. Ich fertigte ausgezeichnete Papiertüten und hatte es schon so weit gebracht, daß ich ein Pfund Zucker oder Kaffee abwiegen konnte, als die Zeit herankam, wo ich ins Leben treten sollte. Meine Großmutter hatte damals ihren Wohnort im

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