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Vorwort

Dramatische Dichtung Zuerst erschienen: 1935 König Claudius ... Was Eure Rückkehr zur Hohen Schul' in Wittenberg betrifft, so widerspricht sie höchlich unserm Wunsch ... Königin Laß deine Mutter fehl nicht bitten, Hamlet. Ich bitte, bleib bei uns, geh nicht nach Wittenberg! Hamlet Ich will Euch gern gehorchen, gnäd'ge Frau. König Wohl, das ist eine liebe, schöne Antwort ... Shakespeare, »Hamlet«, I. Aufzug, 2.Szene Ob es erlaubt ist oder nicht, einer inneren Neigung zu entsprechen durch den Versuch, das Werk eines Dichters rückläufig zu ergänzen, kann nicht fraglich sein, besonders nicht, wo es sich um ein Drama und um Theater handelt. Die Ehrfurcht, die eine dichtende Phantasie davon abhielte, müßte eine falsche Ehrfurcht genannt werden: ihr wahrer Charakter wäre vielmehr Pedanterie. Selbst ein verfehlter »Hamlet in Wittenberg« träte dem Ansehen Shakespeares nicht zu nahe. Sein »Hamlet« ist in alter und neuer Zeit unzählige Male für das Theater überarbeitet und bearbeitet worden: beim Wesen des Theaterbetriebes und -gewerbes eine Selbstverständlichkeit. Hier handelt es sich nicht einmal um eine pietätvolle oder pietätlose – die letzteren sind in der Mehrzahl – Bearbeitung, sondern um eine Schöpfung im leeren Raum. Der Hamlet Shakespeares spricht zwar von Wittenberg, er will auf die Hohe Schule von Wittenberg zurückkehren, aber es existiert – außer den drei kurzen Szenen von

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