Chapter

Kapitel 1

V. Brown – ich will diesen dreimal unseligen Namen nicht in seiner ganzen Länge geben – war von Kindheit an ein Spielball des Schicksals gewesen; aber die Natur hatte ihm jene Elasticität des Geistes gegeben, welche nach dem Drucke nur um so höher steigen läßt. Seine Gestalt war groß, männlich, gewandt, und seine Gesichtszüge entsprachen seiner übrigen Persönlichkeit; denn waren sie auch keineswegs regelmäßig zu nennen, so lag doch der Ausdruck der Klugheit und Herzensgüte darin; wenn er sprach, oder sich in besonders lebhafter Stimmung befand, erschien er stets höchst interessant. Sein Benehmen verrieth den militärischen Beruf, den er freiwillig erwählt hatte und in welchem er jetzt bis zum Rang eines Hauptmanns gestiegen war; der Nachfolger des Oberst Mannering hatte sich nämlich bemüht, die Ungerechtigkeit, welche Brown durch jenes Herrn Vorurtheil erfahren hatte, wieder auszugleichen. Dies jedoch, so wie seine Befreiung aus der Gefangenschaft, fand erst statt, nachdem Mannering Indien verlassen hatte. Brown folgte kurz nachher, indem sein Regiment in die Heimat gerufen ward. Sein erstes Geschäft war, sich nach der Familie Mannering zu erkundigen, und da er bald erfuhr, daß sie ihren Weg nördlich genommen hatten, folgte er ihnen mit dem Vorsatze, seine Bewerbungen um Julien fortzusetzen. Ihrem Vater glaubte er keine Rücksichten schuldig zu sein; denn, unbekannt mit dem Gifte

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