Chapter

Vorwort des Verfassers

Der Roman Waverley fand im Anfange, wie natürlich, nur langsam Eingang beim Publikum, erfreute sich jedoch später einer so steigenden Theilnahme, daß sich der Verfasser dadurch zu einem zweiten Versuch aufgemuntert fühlte. Er sah sich nach einem Namen und einem Gegenstand um, – und die Art und Weise, auf welche die Erzählung entstand, läßt sich nicht besser erläutern, als durch Anführung der einfachen Geschichte, auf welche sich Guy Mannering ursprünglich gründet, mit welcher das Werk jedoch bei der weitern Ausarbeitung keine, auch nicht die entfernteste Aehnlichkeit behalten hat. Die Geschichte wurde mir zuerst von einem alten Diener meines Vaters, einem trefflichen alten Hochländer, erzählt, der keinen Fehler hatte, außer daß er dem» Bergthau«(Schnaps) den Vorzug vor allen minder kräftigen Flüssigkeiten einräumte. Er glaubte so fest an die Geschichte, wie an seine Glaubensartikel. Ein Mann von ernstem und ältlichem Ansehn wurde – so erzählte der alte John Mac-Kinlay – auf einer Reise in den wildern Theilen Galloway's von der Nacht überfallen. Mühsam fand er den Weg nach einem Landsitze, wo man ihn mit all der Gastfreundlichkeit jener Zeit und Gegend bereitwillig aufnahm. Der Besitzer des Hauses, ein wohlhabender Gentleman, ward durch das achtunggebietende Aeußere seines Gastes in Verlegenheit gesetzt und entschuldigte bei demselben einen Grad von Verwirrung, der seine

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