Chapter

I.

Es war gar nicht so einfach für Terna; sie mußte auf einen schnurrigen Großvater achten, der so viele originelle Einfälle hatte und niemals begriff, warum man nicht mit dem oder jenem reden oder nicht dies und das thun könne, – ganz gegen Schick und Brauch. Die Leute in der Stadt wußten bloß, daß er irgendwo Zollinspektor gewesen, daß er in Pension gegangen und voriges Jahr in seinen Geburtsort zu seiner Familie gezogen war. Der älteren Generation stand er anders in Erinnerung. Kapitänlieutenant Grunth, ja wohl ... die heftige Grunth'sche Zeitungsfehde wegen notwendiger Reformen in der Marine, wobei es Chikanen und Skandale nur so hagelte. Da kam es, wie man sich denken kann; ein so unruhiger Kopf mußte heraus aus der Marine und ins Zollfach hinüber ... Nun galt es daheim in der Familie, ihn im Auge behalten, und die Enkelkinder schauten auf seine Wege, denn er ging wahrhaftig zu Freund und Feind, oft gerade konträr ihrem gewöhnlichen Umgang, und ließ sich auf alles Mögliche ein. Großvater und Enkelin gingen mitten im Gedränge des Vormittagsverkehrs die Strandgasse entlang, durch die die Wagen rasselten. Der herbstliche Morgenreif war kaum erst auf der Sonnenseite vom Gehweg abgeschmolzen. Besonders mit ihr – Terna – trieb der alte Herr seinen Spaß, wenn er that, als wolle er die grüne Mütze mit der Goldtroddel kaufen, die sie durch die Spiegelscheibe sahen. Und jedesmal

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