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Einleitung

Dramatisches Gedicht in fünf Akten. Ausgewählte Werke in vier Bänden. Zweiter Band. Leipzig. Max Hesse's Verlag. Herausgegeben und mit Einleitungen versehen von Anton Schlossar. Mit drei Bildnissen, einem Briefe und einem Gedichte als Handschriftenproben. – Cil est vers amour trechière. Qui n'aime fors pour son voloir. Roman de la Violette. Die Liebe ist der Liebe Preis. Schiller. Den Stoff zum dramatischen Gedichte »Griseldis« entnahm Friedrich Halm einer Sage, welche in dem alten Volksbuche »Markgraf Walter« niedergelegt erscheint, aber auch von Boccaccio in seinem »Decamerone« und später von Petrarca mit geringen Abweichungen bearbeitet worden ist. Halm verlegte jedoch die Zeit der Handlung in die Tage des Königs Artus und seiner berühmten Tafelrunde. Überhaupt war der Dichter bestrebt, dem Ganzen den Charakter ritterlicher Romantik zu verleihen und in dieser Richtung wurde auch in den Namen und im Schauplatze des Stückes, die sich von Boccaccios Darstellung wesentlich unterscheidende Änderung vorgenommen. Am allerwichtigsten aber erscheint der von dem versöhnlichen Abschlüsse in den Vorlagen gänzlich abweichende, jedoch dem Gefühle des Hörers Rechnung tragende Schluß des Dramas. Ein kurzer Inhalt des Stückes möge hier folgen. Ritter Percival, der Sohn des rauhen Wales, schildert bei einem Feste des Königs Artus, der Königin Ginevra und den Gästen seine zu Hause gebliebene

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