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Homerische Hymnen

Übertragen von Eduard Mörike Denken und nimmer vergessen Apollons will ich, des Schützen, Den zum Palaste des Zeus eingeh'nd die Unsterblichen fürchten; Und sie erheben sich alle sogleich, wiebald er herankommt, Flugs von den Sitzen zumal, da den glänzenden Bogen er spannet. Leto bleibet allein bei dem donnererfreuten Kronion, Welche die Senn' ihm sofort abspannt und den Köcher verschließet Und von den mächtigen Schultern herab ihm dann mit den Händen Nehmend den Bogen, ihn hängt an die Säul' in des Vaters Gemache, Auf an den goldenen Pflock; ihn führet sie aber zum Throne. Nektar gibt ihm sodann in der goldenen Schale der Vater, Bringend dem Sohn ihn zu, und die anderen Seligen setzen Sich dann wiederum hin, und es freut sich die heilige Leto, Daß sie den bogenbewehrten, den mächtigen Sohn sie geboren. Heil dir, selige Leto, die herrliche Kinder geboren, Phöbos Apollon, den König, und Artemis, die das Geschoß freut, In Ortygia sie, doch ihn in der felsigen Delos, An den gewaltigen Berg und den Kynthischen Hügel gelehnet Neben dem Palmbaum an des Inopos strömenden Wogen. Wie doch soll ich dich preisen, den vielfach preislichen Herrscher? Denn allwärts dir, Phöbos, erschallt vieltöniger Jubel Auf rindweidenden Triften des Festlands wie auf den Inseln; Dir sind alle die Warten geliebt und die spitzigen Kuppen Hoher Gebirg' und hinab in das Meer sich ergießende Ströme Und zu dem

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