Chapter

Erstes Buch

Der Ritter von Strachinsky lag in seinem Rauchzimmer auf einer Chaiselongue und ruhte aus von der jüngsten pekuniären Kalamität, die er an den Haaren herbeigezogen hatte. Er hatte nämlich eine Zuckerfabrik gebaut in einer Gegend, wo noch nie eine Rübe gewachsen war außer einer gelben im Mistbeet, und dieses Unternehmen hatte die natürlichen Folgen gehabt. Er ertrug sein Unglück mit Geistesstärke und vertrieb sich die Zeit mit einem Roman, auf dessen Umschlag eine händeringende Frau neben einem Champagner trinkenden Offizier abgebildet war. Manchmal weinte er über diese Dichtung, zu anderen Malen schlief er darüber ein und kümmerte sich weiter um nichts. Er nannte das sich mit Würde in die geheimnisvollen Beschlüsse des Schicksals fügen und feierte sich selbst als Märtyrer. Seine Frau befand sich nicht zu Hause. Während er sich auf dem Ruhebette in wehmütiger Selbstverherrlichung erging, widmete sie sich der demütigenden Beschäftigung, von einem ihrer reichen Verwandten zum anderen zu reisen und das zum Weiterbestand des aussichtsreichen Unternehmens ihres Gatten nötige Kapital zusammenzubetteln. »Es ist sehr traurig – aber... das bringen die Verhältnisse mit sich,« seufzte der Ritter, wenn seine Gedanken von seiner Lektüre zu seiner Gattin hinüberschweiften, und dabei steckte er den Finger ins Auge. Es war Ende August, und die Astern fingen an zu blühen. Fröhliche

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