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Das Haus des Goldschmieds

Der kurfürstlichen Burg zu Cölln an der Spree gegenüber lag auf der anderen Seite des Flusses ein stattliches Bürgerhaus, dem man es ansah, daß seit seiner Entstehung noch nicht viel Jahrzehnte verflossen waren. Es war weder durch zu nahe Nachbarschaft eingeengt, noch fehlte es ihm an Licht und Luft, wie das in den engen, winkeligen Straßen der Stadt so oft der Fall war; dennoch zeigte seine Bauart ganz den mittelalterlichen Charakter, der mit dem Raume zu geizen hatte. Der Giebel war der Straße zugekehrt und stieg steil und spitz empor, die Stockwerke, aus Fachwerk aufgeführt, ragten eins über das andere, das Erdgeschoß mit seinen starken Steinmauern hatte kleine Fenster, die durch eiserne Gitter beschützt wurden, darüber traten zierliche Erker hervor, und allerlei Spitzen und Bogen zeugten davon, daß der Besitzer nicht gespart hatte, um seiner Behausung den Anstrich behaglicher Wohnlichkeit zu geben. Dieses Haus gehörte dem Meister Peter Öhlert, dem hochangesehenen und wegen seiner Geschicklichkeit berühmten und weit und breit geschätzten Goldschmied, dem seine Kunstfertigkeit nicht nur Ehre und Ruhm, sondern auch eine bedeutende Mehrung des ererbten väterlichen Vermögens eingebracht hatte. Solcher Männer gab es damals in brandenburgischen Landen noch gar wenige, und so war Kurfürst Johann Cicero sehr erfreut gewesen, als es ihm gelang, den Meister aus seiner fränkischen

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