I
Zu mindestens sieben bis acht Hunderten hockten sie da. Mittelgroß, doch von kräftiger Statur, behände, gelenkig, zu außerordentlichen Sprüngen befähigt, hüpften sie unter den letzten Strahlen der Sonne, die jenseits des terrassenartig abgestuften Gebirges westlich der Reede niedersank. Bald verschwand die rötliche Scheibe gänzlich und Dunkelheit begann sich im Hafenbecken auszubreiten, das von den weiten Sierras von Sanorra, von Ronda und dem Ödland del Cuervo eingefasst wird. Plötzlich erstarrte die Horde. Ihr Oberhaupt war gerade auf jenem mageren Eselsrücken aufgetaucht, der vom Kamm des Gebirges gebildet wird. Vom Soldatenposten aus, den man am äußersten Gipfel des enormen Felsens stationiert hatte, war von dem, was unter den Bäumen vor sich ging, nichts zu bemerken. »Sriss! ... Sriss!« machte das Oberhaupt und seine zu einem spitzen Maul verzogenen Lippen verliehen diesem Zischen eine außergewöhnliche Intensität. »Sriss! ... Sriss!« wiederholte die seltsame Truppe im perfekten Chor. Ein merkwürdiges Wesen war dieses Oberhaupt, von hohem Wuchs und mit einem Affenfell bekleidet, dessen Haar nach außen gekehrt war, der Kopf von einer wild zerzausten Mähne bedeckt, das Gesicht mit kurzem Bart bestruppt, barfuß, die Sohlen abgehärtet wie Pferdehufe. Er hob den rechten Arm, richtete ihn auf den unteren Bergrücken, und alle äfften diese Geste mit militärischer, besser noch: mit