Giftkonfekt
1. Kapitel. Die Namen Eva Wilcword und Xaver Holdstein haben in der Chronik des internationalen Verbrechertums etwa dieselbe zweifelhafte Berühmtheit erlangt wie die des Hoteldiebes-»Fürsten« Lahovari, Jack des Aufschlitzers und ähnlich berüchtigter Herrschaften. Der Leser wird sich aus Band 87 noch besinnen, wie wir durch den »Geisterspiegel« mit diesem Hochstaplerpaar zusammengerieten und wie Harald die beiden um eine Milliardenbeute an Edelsteinen brachte, wobei die damals in der Presse so viel genannte Familientasse eine Hauptrolle spielte. Eva, Xaver und ihr Anhang waren uns damals entgangen. Die Umstände lagen sehr ungünstig für uns. Wir mußten dieser gefährlichen Gilde einen Vorsprung von vier Stunden gewähren, und diese vier Stunden hatten ihnen genügt, spurlos zu verschwinden. Unser Freund, Kriminalkommissar Bechert, hatte zur sofort den ganzen Polizeiapparat aufgeboten, um die Bande schleunigst hinter Schloß und Riegel zu bringen, jedoch ohne Erfolg. Dann rief uns eine Depesche nach Petersburg. Nach unserer Heimkehr nach Berlin wurden wir durch den in Band 88 geschilderten Fall (»Geheimnis des Wannsees«) einige Tage in Anspruch genommen, so daß wir Eva und Xaver fast schon vergessen hatten. Am 19. Mai nachts elf Uhr ging ein sehr schweres Gewitter über die westlichen Vororte von Berlin hinweg. Auch in eine Linde des Harstschen Obstgartens schlug der Blitz ein und riß