Chapter

Der Schieferdecker

Vor mehrern hundert Jahren, als eben einmal ein rother, herrlicher Sonnenuntergang die Einförmigkeit des Waldes mit mannichfachen Lichtern und Schatten belebte, kam ein junger Gesell des Weges, nahm grade da, wo die Straße auseinander ging, sein schweres Bündel vom Rücken, und setzte sich unter einem alten Tannenbaume nieder. Seine schwarze Trauerkleidung stand seltsam genug zu dem muntern, jugendfrohen Gesichte, das der heiße Tag zwar tüchtig in Schweiß gebracht, dennoch aber durchaus mit keinem unfreundlichen Zuge belästiget hatte. Wohlgemuth strich der junge Mann das hellglänzende Haar aus dem großen, blauen Auge, sah auf das Bündel neben sich, und dann nach dem Himmel hinaus, gleichsam als ob es diesem nicht genug Dank dafür sagen könne. So saß er denn bis der rothe Sonnenglanz völlig verschwunden war, und das bläuliche Mondlicht ihm eine leichtere Wanderung verhieß. Nur hätte er zuvor noch gern einen Menschen gesehen, theils um ihm seine innige Freude an Erde und Himmel mitzutheilen, theils um zu hören, welches der rechte, und womöglich nächste, Weg nach Augsburg sei. Denn obgleich er dort schon gewesen war, so hatte er doch von dieser Seite die Reise noch niemals gemacht. Wirklich bewegte sich jetzt durch das Dickicht etwas heran. Auch entdeckte sein gutes Auge bald, daß es ein menschliches Wesen war, was späterhin in Gestalt eines Köhlers an ihm vorüberging. Guter

Connection lost

Reconnecting to the server…

Reconnect failed. Trying again in seconds.

We couldn't reconnect to the server. Retry, or reload the page.

The session was paused by the server.

The session couldn't be resumed. Please reload the page.