Widmung und Einleitung
Dux: Weigend 1894 Widmung Weil ich als ein Waldkind zur zehnjährigen Jubelfeier des Bundes, der für die gute Sache der armen Böhmerwaldleute so tapfer eingetreten ist und dem wir darum alle Dank und Verehrung schuldig sind, auch irgendwie das Bewusstsein meiner nationalen Verpflichtung bekunden möchte, lege ich ihm diese kleinen Erzeugnisse meiner Feder vor als ein mit demütigem Herzen gegebenes Armenscherflein, welches er, wie ich hoffe, in einiges Bargeld umwechseln wird. Die geschätzten Auswechsler werden wohl mit der für ihr gutes Geld eingetauschten Ware, des damit an den armen Waldleuten getanen guten Werkes wegen, zufrieden sein. Der Verfasser. Da fährt nun auch die Eisenbahn in die böhmischen Wälder hinein, mitten in jene unvergleichliche Bergwelt, welche von Schiller wohl darum zum Schauplatz seiner Räuber gewählt wurde, weil der Große in den weiten deutschen Landen hier die stattlichsten Reste einer romantischen, großartigen Urwaldnatur ahnte. So viele sich nun an dem Jugendwerke des Meisters begeisterten, so viele verspürten gewiss mehr oder minder heiß den Wunsch, den Gau zu sehen, darauf noch der alte, deutsche Wald steht, stolz und voll der unbeschreiblichsten Pracht und voll des märchenhaftesten Lebens wie zu der Heldenväter Zeiten. – Unter jenen von dem Weltgetriebe unentweihten, immergrünen Domen weht ein wundersüßer, heiliger Zauber, dessen Macht sich