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Neuntes Buch: Die grossen Jahrzehnte - Politik

Der Abschluß des Bundes zwischen Basel und der schweizerischen Eidgenossenschaft im Jahre 1501 war ein Stoß, der die politische Entwicklung der Stadt aufhielt und einer neuen Bahn zulenkte. Basel opferte eine halbtausendjährige Vergangenheit. Es warf von sich, was lebendige und verpflichtende Teilnahme am Dasein des deutschen Reiches war. Es gab seine bisherige Stellung am Oberrheine preis und wollte von jetzt an für diese Lande nur noch ein eidgenössisches Basel sein. Schon in früheren Zeiten hatte sich die Stadt wiederholt — 1400 1441 1474 — mit den Eidgenossen verbündet. Wie damals so geschah dies auch jetzt aus dem Bedürfnisse von Anlehnung und Sicherung in schwerer Zeit. Aber enger bindend als jene alten Vereinungen, unbefristet, das gesamte öffentliche Recht und Leben ergreifend war jetzt der Bund. Er brachte der Stadt eine Fülle neuer Interessen. Wie er das Gebiet der Eidgenossenschaft über die natürliche Grenze hinaus vorschob und ihr jenseits des Gebirges einen Stromübergang eminenter Art verschaffte, so gab er Basel eine neue Orientierung. Der Kamm des Jura schied Oberland und Rheinland; zum letztern hatte Basel gehört; von diesem Gebote seiner natürlichen Lage wurde es jetzt gelöst. Basel gewann das Neue um einen hohen Preis. Es hatte sich in Fesseln zu fügen. Es verzichtete auf die Freiheit selbständiger Kriegführung und Verbündung. Nicht nur die alte Stellung am

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