Chapter

Gesammelte Immergrün-Geschichten

Der alte Hochblauen bewacht Schloß Hausbaden. Er sieht drauf herunter, wie es so still und umfriedet daliegt in seiner grünen Wäldertiefe; und er schickt herunter, was er Gutes hat, zum Gruß. Klare, rieselnde Bächlein und eine Luft, die so frisch und mild dahergeht wie eine junge, schöne Frau mit einer großen Trinkschale: »Da, trink,« sagt sie, »trink in langen Zügen, es ist noch viel da, trink, bis du gesund bist und froh.« Und manchmal schickt er einen Wind herunter, der saust durch den Tann: hoiho, hoiho; und bläst einen durch und durch, es ist nicht zu sagen, wie frisch und stark und frei man sich fühlt dabei. Unten im Tal liegt Badenweiler. Das hat sich quer vor den Berg gelegt. Es geht da froh zu; es ist sonnig und warm, und das Leben pulsiert in seinen Straßen. Es hat laue Quellen, die aus dem Boden springen; es hat etwas Lachendes, Blühendes, Sonniges an sich; das wirkt ansteckend. Man meint, man müsse da gesund werden. Und wie mancher ist es schon geworden! Unten im Tal, noch viel weiter unten, saust die Eisenbahn vorbei. Hier herauf schickt sie nur ein kleines Schlänglein, das »Zügli«, wie es die Leute heißen. Aber nach Schloß Hausbaden hinauf kriecht auch das nicht mehr. Wozu auch? Dort will man ja gerade gar nicht mit der lauten Welt zusammenhängen; nur auch eine Weile nicht. Sie hat gewiß ihr Gutes, die laute Welt da draußen; es ist viel Liebes darin und viel

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