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Vorwort

Auf den Reisen, die ich in meiner Jugend durch das östliche Sibirien und die nördliche Mandschurei machte, empfing ich zwei starke Eindrücke aus dem Reiche des Tierlebens. Der eine war die außerordentliche Härte des Kampfes um die Existenz, den die meisten Tierarten wider eine rauhe Natur zu führen haben; die in ungeheuren Dimensionen stattfindende Vernichtung von Lebewesen, die periodisch aus natürlichen Ursachen erfolgt, und die daraus sich ergebende spärliche Verteilung von Lebewesen über jenes weite Gebiet, das Gegenstand meiner Beobachtungen wurde. Den anderen Eindruck zeitigte folgende Bemerkung: selbst an den wenigen Orten, wo das Tierleben üppig gedieh, konnte ich, obwohl ich emsig darauf achtete, nicht jenen erbitterten Kampf um die Existenzmittel zwischen Tieren, die zur gleichen Art gehören, entdecken. Und es war dieser Kampf, der seitens der meisten Darwinisten — keineswegs aber ständig von Darwin selbst — als das typische Kennzeichen des Kampfes ums Dasein und als der Hauptfaktor der Entwickelung betrachtet wurde. Die furchtbaren Schneestürme, die über das nördliche Eurasien im Spätwinter toben, und das Glatteis, das ihnen häufig folgt; die Fröste und Schneestürme, die alljährlich in der zweiten Hälfte des Mai wiederkehren, wenn die Bäume bereits in voller Blüte stehen und das Insektenleben sich überall regt; die zeitigen Fröste sowie die schweren Schneefälle, die

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