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Ein Gespräch im Himmel,als Vorbemerkung

Ein Gespräch im Himmel,als Vorbemerkung Apollo: Lieber Momus, du bist lange ausgeblieben. Wo hast du denn gesteckt in's Teufelsnamen? Momus: Sehr in Eurem Namen, lieber Unsterblichster, denn Ihr habt mit einer boshaften Teufelei mir den langweiligsten Auftrag unter der Sonne gegeben. Apollo: Ich bin sehr begierig zu hören, was meine Zunft in unserem deutschen Vaterlande seit einem Jahrzehende getrieben hat. Momus: Ihr hättet mir nur auch zehn volle Jahre Zeit geben sollen. Und was haben wir Zwei Vernünftigeres zu thun, als Verse zu machen oder gemachte Verse zu loben, wenn wir sie nicht tadeln müssen? Apollo: Spotte nicht über meinen Lebensberuf, sondern berichte! Momus: Nur das nicht, im Gegentheil will ich Euch blos Etwas vorlesen, daran Ihr gerade genug haben werdet. Ich habe mir nämlich so ziemlich das Interessanteste für Euch, und namentlich für mich, notirt. Damit ich aber nicht nöthig hätte, in den Geruch eines Literarhistorikers ohne Diplom zu gerathen, so habe ich es gemacht, wie jene Aerzte, welche Gleiches mit Gleichem heilen, und mich einer Art poetischer Homöopathie beflissen, die Eure Genehmigung erhalten wird. Daß allerlei Krankheit vorhanden ist, werden Ewr. Weisheit trotz aller Ihrer kostbaren Bemühungen um die deutsche Poesie nicht läugnen wollen; ich bedauere dabei nur, daß Ihr einen so tollen und unschmiegsamen Abgesandten gewählt habt. Apollo: Da Du keine

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