Chapter

Das Stiergefecht

Der Tag des großen Stiergefechts zu Ehren der Schwangerschaft Ihrer Majestät der Königin Isabella – war herangekommen. Ganz Madrid war in Bewegung und die Intrigen, die man um Gewinnung eines Eintrittsbillets gesponnen hatte, waren zahllos. Zwei Proben bei verschlossenem Zirkus mit zahmen Stieren hatten stattgefunden, die Gaseinrichtung zur glänzenden Beleuchtung des weiten, sonst nur von der Sonne erhellten Raumes war vollendet, alle Schneider und Näherinnen der Hauptstadt waren bis zur letzten Stunde in Bewegung gewesen und man versprach sich wahre Wunderdinge von dem Fest. Während aller dieser Vorbereitungen hatte doch der Graf von Lerida immer Zeit behalten, seine Besuche bei dem Sennor Archivario fortzusetzen und dessen Vertrauen und Bewunderung in so hohem Maße gewonnen, daß derselbe ihn mit dem größten Vertrauen behandelte und stundenlang in sämtlichen Räumen des Hausarchivs seine Auszüge und Abschriften allein fertigen ließ, während er selbst seinen Arbeiten nachging. Der Graf hatte ihm erzählt, daß er noch eine Kiste mit alten Schriften besitze, deren Inhalt er eigentlich noch gar nicht recht geprüft habe, und ihm den Vorschlag gemacht, dies gemeinsam zu tun. Zu dem Ende wolle er nächstens die Kiste in das Archiv bringen lassen, wo sie in den Ruhetagen nach der Festlichkeit die Prüfung mit Muße vornehmen könnten. In der Posada der Contrabandista war am Dienstag Abend

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