Chapter

Kapitel I

Die Korvette lag mit der Lee-Verschanzung im Wasser – zwei der Boote waren fortgerissen, die Sturzseen brachen sich über dem Deck und schwemmten alles fort, was nicht aufs beste befestigt war. Die Mannschaft hatte sich nach hinten geflüchtet und sich mit Tauen festgebunden, der vom Winde gepeitschte Wasserdampf hüllte das Schiff in so dichten Nebel, daß man nicht zwanzig Schritt weit sehen konnte. Dazu brüllte der Ozean, brauste die See, heulte und zischte es wie eine Legion entfesselter Dämonen in den Lüften. Jeder glaubte seine letzte Stunde gekommen, niemand hoffte auf Rettung mehr, denn keiner noch hatte Ähnliches erlebt, und dennoch waren erfahrene wettergebräunte Männer genug in der Bemannung des Schiffes, die in allen Zonen der Erde mutig dem Tode ins Auge gesehen. Aber die Gnade Gottes ist auf den tobenden Wässern wie auf den lachenden Fluren des Landes. Plötzlich, als die furchtbarsten Kräfte der Natur zur unbedingten Vernichtung entfesselt schienen, wurde es still – nicht lautlos ruhig, aber still im Vergleich zu dem Toben vorher – der Wirbel des Taifuns stand über uns, seine rotfahlen Wolken fast das Schiff berührend, das wie in einem Kessel zwischen Mauern von Wasser lag und wie ein Fangball umhergeschleudert wurde, daß die Masten jeden Augenblick aus dem Schiff zu fliegen drohten. Beinahe zehn Minuten dauerte der furchtbare Zustand, dann brach der Orkan aufs neue

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