Chapter

Ganz zufällig

Es ist eine schöne Sache um das Radfahren, – wenn man's kann! Mit diesem tiefsinnigen Satze hatte sich Klaus Heide beschäftigt und dann den Entschluß gefaßt, das Radfahren zu erlernen. Warum hätte er auch einen solchen Entschluß nicht fassen sollen? Er war ein tüchtiger Reiter, Schwimmer, Fechter, Bergsteiger, Turner, Ruderer; er konnte Keulen schwingen und Gewichte stemmen trotz einem Champion-Athleten – warum sollte er nun gerade das Radfahren nicht erlernen? Es gab absolut nichts, was gegen das Radfahren gesprochen hätte, wohl aber manches, was dafür sprach. Zunächst seine körperliche Eignung. Er war ein baumlanger, sehniger junger Mensch, der von jeher eine besondere Vorliebe und Befähigung für alle Leibesübungen gezeigt hatte. Er hatte schon als Schuljunge seine athletischen Neigungen gehegt, als Universitätsstudent hatte er sie dann liebevoll weitergepflegt und er hatte von ihnen nicht abgelassen, als dann seine weitere wissenschaftliche Laufbahn ihn für viele, viele Stunden des Tages an den Schreibtisch und ins Laboratorium bannte. Da erwachte die alte Neigung in ihm erst recht, zumal da sie geradezu von einem Bedürfnis diktiert ward. Sein Körper hungerte förmlich nach Anstrengungen und er wußte nicht recht, wie er diesen Hunger stillen sollte. Das Keulenschwingen und Stemmen und Hanteln ist ja ganz schön, aber der größte Enthusiast wird nicht leugnen können, daß eines

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