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Fürst Putiatin, 1749-1830

Fürst Putiatin. 1749–1830. Von Wilhelm Hosäus. Zu den hervorragenden Persönlichkeiten, welche sich zur Zeit des Herzogs Franz wiederholt in Dessau aufhielten und mit Begeisterung die Schöpfungen dieses geistvollen Fürsten bewunderten, gehört der durch sein geniales und zugleich in hohem Grade excentrisches Wesen bekannte, russische Fürst Putiatin. Uns Dessauern steht sein Andenken noch besonders durch das Mausoleum nahe, das er auf dem hiesigen Gottesacker errichtet hat und in dem er neben seiner früh verstorbenen Tochter und seiner Gattin ruhet. Das Geschlecht Putiatin[1] läßt sich bis in’s vierzehnte Jahrhundert zurückverfolgen und ist seit alters in Kleinrußland heimisch. Es spaltet sich in eine fürstliche, eine gräfliche und eine adelige Linie und blühet noch jetzt. Ein im Gouvernement von Rjasan gelegenes Gut Putiatin gehörte noch vor kurzem und gehört wohl auch noch zur Zeit einem Fürsten Putiatin. Unser Fürst wurde am 16. Mai 1749 in Kiew, der Hauptstadt des jetzigen gleichnamigen Gouvernements, der uralten Residenz der russischen Großfürsten, geboren und erhielt in der Taufe die Namen Nikolaus Abramowitsch. Er trat früh in die Armee, doch widerte den jungen, feinorganisierten Mann bald das barbarische ] Prügelsystem in derselben an. Nach einer furchtbaren Knutenexekution, welche er als kommandierender Officier hatte abhalten müssen, soll er seinen Degen mit der

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