Chapter

Erstes Kapitel

In dem kleinen Pavillon am Waldesrande, den sie seit nun bald einem Monat bewohnten, machte sich Mathieu diesen Morgen in Eile fertig, um in Janville den Siebenuhrzug zu erreichen, der ihn jeden Tag nach Paris zurückbrachte. Es war bereits halb sieben, und Janville war gute zwei Kilometer von dem Pavillon entfernt. Die Fahrt nach Paris dauert drei Viertelstunden, und weitere drei Viertelstunden mindestens nahm der Weg vom Nordbahnhofe nach dem Boulevard de Grenelle in Anspruch, so daß er kaum je vor halb neun Uhr sein Bureau in der Fabrik erreichte. Er hatte eben die Kinder geküßt, die glücklicherweise noch schliefen; denn wachend ließen sie ihn vor Umarmungen, Küssen und Lachen kaum fortkommen. Und er trat nun eilig wieder ins Schlafzimmer, wo er seine Frau, Marianne, noch im Bette, aber wach und halbsitzend fand. Sie hatte eine Gardine aufgezogen, und der herrliche Maimorgen flutete herein, die gesunde und frische Schönheit ihrer vierundzwanzig Jahre in einer Welle frühlichen Lichtes badend. Er war um drei Jahre älter als sie, und er betete sie an. »Also, mein Schatz, ich eile, sonst versäume ich den Zug. Sieh zu, daß du dich einrichtest, du hast noch dreißig Sous, nicht wahr?« Sie lachte, reizend mit ihren nackten Armen und ihrem aufgelösten prachtvollen braunen Haar. Die fortwährende Knappheit ihres jungen Haushaltes nahm ihr nichts von ihrem Mut und ihrer Lebensfreude, die

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