Frau Inges Tränen - Die Sarawana-Brüderschaft
Der phantastische Bau des Schlosses Biraniri in Zentralindien, Eigentum unserer Freundin Lady Gulbrar, war der Schauplatz des Vorspiels einer Reihe neuer Abenteuer, die ich ohne Uebertreibung als einen fortgesetzten Kampf gegen die Mächte der Finsternis bezeichnen kann. Am Abend eines glutheißen Tages saßen wir beide mit unserer liebenswürdigen Wirtin auf der Terrasse, vor uns die Palmenallee, die durch weite Rasenflächen bis zum Parktor hinlief. Auf dem kurz geschorenen grünen Teppich standen die Gestelle der Drehzerstäuber mit ihren Schlauchleitungen und warfen unaufhörlich feinsten Sprühregen über die ausgedörrten Gräser. Die Sonne, soeben hinter den dunklen Linien des Dschungels versunken, spendete noch als letzte Grüße ihre wunderbaren rötlichen Farben dem prächtigen Landschaftsbilde, übergoß es mit einer unwahrscheinlichen Fülle rosigen Lichtes und ließ den Staubregen der Rasensprenger wie farbenfrohe Wolken auf die in künstlicher Frische neu auflebenden Halme herabsinken. Wir drei schwiegen. Eine gewisse Andacht hielt uns in Bann. Wir beide, unstäte Wanderer auf diesem unserem winzigen Planeten, liebten die Natur mit derselben frommen Freude an ihrer nie ersterbenden Vielseitigkeit wie Lady Gulbrar, deren feines Profil in dieses Gemälde so stimmungsvoll hineinpaßte. Wir schwiegen. Bis dort drüben am Parktor, das für uns nicht sichtbar war, die Glocke anschlug. »Ein