Vorrede
Vorrede. Seit lange habe ich folgendes Buch als das liebste Kind meiner Muße und Phantasie gehegt und übergebe es nun Dir, geliebter Leser, mit dem Wunsche, daß es Dir gefallen möge. Wenn Du die Kunst liebst, so erdulde das nachsichtig, was Du darüber gesagt findest. Am meisten habe ich bei diesem Werke meiner Laune an Euch, ihr Jünger der Kunst, gedacht, die Ihr Euch mit unermüdetem Streben zu den großen Meisterwerken hinandrängen wollet, die Ihr Euer wechselndes Gemüth und die wunderbaren Stimmungen die Euch beherrschen, nicht begreift, die Ihr gern die Widersprüche lösen möchtet, die Euch in manchen Stunden ängstigen. Euch widme ich diese Blätter mit besonderer Liebe und mit herzlichen Wünschen, daß Euch hie und da vielleicht eine Wolke schwindet, die Eure Aussicht verdeckte. Man rechne mir kleine chronologische Fehler nicht zu strenge nach, man behandle dies kleine Buch nicht wie die Geschichte eines Staats. Meine Schwächen empfinde ich selber und wie ich das Ideal nicht erreichen kann, das in meinem Innern steht. Es ist mit mir und meiner Erfindung so, wie der große Dichter dem Künstler in den Mund legt: Ich zittre nur, ich stottre nur Und kann es doch nicht lassen, Ich fühl's, ich kenne dich Natur, Und so muß ich dich fassen.