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Fragmente.

Die Fragmente zu 1–6 sind unter dieser Bezeichnung gesammelt im ersten Theile der »Schrifften« (1753) und mit dem Motto versehen: – – – disjecti membra poetae. Horaz. Die Anmerkungen zu 7 stehen in der Zeitschrift »der Naturforscher« vom Jahre 1748, wo sie einer mit »H.« unterzeichneten, gegen das Fragment zu 4 gerichteten Vertheidigung hinzugefügt sind. Wie kömmt es, daß ein Geist, der nichts als Glauben haßt Und nichts als Gründe liebt, den Schatten oft umfaßt, Wenn er die Wahrheit denkt in sichern Arm zu schließen, Daß ihm zum Anstoß wird, was alle Kinder wissen? Wer lehrt mich, ob's an ihm, ob's an der Wahrheit liegt? Verführet er sich selbst? Ist sie's, die ihn betriegt? Vielleicht hat Beides Grund, und wir sind nur erschaffen, Anstatt sie einzusehn, bewundernd zu begaffen; Sie, die der Dirne gleicht, die ihre Schönheit kennt Und Jeden an sich lockt und doch vor Jedem rennt. Auch dem, der sie verfolgt und fleht und schenkt und schwöret. Wird kaum ein Blick gegönnt, und wird nur halb gehöret. Verzweifelnd und verliebt wünscht sie die Welt zu sehn; Stürzt Jeden in Gefahr, um Keinem beizustehn. Ein Zweifler male sich ihr Bild in diesen Zügen! Nein, sie betrügt uns nie! ... Wir sind's, die uns betrügen * Ein Geist, der auf dem Pfad, den man vor ihm gegangen, Nicht weiter kommen kann, als tausend mitgelangen. Verliert sich in der Meng', die kein Verdienst besitzt, Als daß sie

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