Chapter

Kapitel 1: Der Sturz ins Meer

Durch die Tür des Rauchzimmers, die nach der Wetterseite offen stand, drangen Nebelmassen des Nordatlantik ein. Der große Dampfer stampfte und schlingerte, und die Sirenen pfiffen zur Warnung der Fischerflottille. »Dieser junge Cheyne ist die lästigste Wanze auf dem ganzen Schiff«, sagte ein Passagier in einem wollenen Paletot, indem er die Tür zuschlug. »Können wir hier nicht brauchen. Ist viel zu frech.« Ein weißhaariger Deutscher langte nach einem belegten Brötchen und brummte kauend: »Die Brut kenn' ich. Amerika ist voll davon. Ich sag' Ihnen, Sie sollten Tauenden zollfrei einführen bei Ihnen.« »Pah! Er ist nicht wirklich bösartig. Er kann einem eher leid tun«, brummte ein Neuyorker, der bequem der Länge nach ausgestreckt unter dem feuchtbeschlagenen Deckfenster lag. »Seit seiner frühesten Kindheit schleppen sie ihn von Hotel zu Hotel. Gerade heute morgen sprach ich mit seiner Mutter darüber. Eine reizende Frau, aber sie gibt selber ohne weiteres zu, daß sie dem Jungen nicht gewachsen ist. Sie gehen nach Europa, um seine Erziehung zu vollenden …« »Die noch nicht mal begonnen hat«, warf ein Herr aus Philadelphia, von seinem Eckplatz her, dazwischen. »Dieser Bub bekommt zweihundert Dollar monatlich Taschengeld. Er ist noch keine sechzehn.« »Eisenbahnen, der Alte, nicht?« fragte der Deutsche. »Jawohl«, antwortete der aus Philadelphia faul. »Eisenbahnen und Bergwerke und

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