[Vorworte]
Wenn ich den folgenden Blättern des geistvollen dänischen Schriftstellers einige Worte voranschicke, so geschieht es um der eigenthümlichen Stellung willen, in welcher ich mich ihnen gegenüber befinde, nicht nur als Verleger und Politiker, sondern auch als einstiger Freund Lassalle's und doch zugleich erklärter und viel geschmähter Gegner seiner jetzigen Anhänger. Im Publikum, noch mehr vielleicht unter den engern Parteifreunden, wird man es vielfach mißdeuten, wenn ich mitten im Kampfe mit der Socialdemokratie eine Schrift verlege, welche vielfach nur als eine Apologie auf den Gründer derselben aufgefaßt werden wird. Die socialdemokratische Presse aber wird darin natürlich lediglich wieder die Sucht nach schnödem Gewinn erkennen, wie sie mir solche bereits um deshalb vorgeworfen, weil ich die in meinem Verlage erschienenen früheren Schriften Lassalle's nicht einfach vermodern oder als Makulatur einstampfen ließ, sondern mich verpflichtet fühlte und fühle, dieselben auch wirklich buchhändlerisch zu vertreiben. Beide Anschauungen beruhen auf dem gleichen Mißverständniß der Aufgabe und Stellung des Verlegers. Auch bei der strengsten und idealsten Auffassung seines Berufes wird ein solcher ein bedeutendes Werk nicht um deshalb von seinem Verlage auszuschließen haben, weil dasselbe im Einzelnen oder Ganzen nicht mit seinen persönlichen Anschauungen überein stimmt, sondern er wird