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Vorwort

Felix Dahn Felicitas Historischer Roman aus der Völkerwanderung (a. 476 n. Chr.) Gottfried Keller und Konrad Ferdinand Meyer in Zürich mit deutschem Gruß von Meer zu Fels. Königsberg, Herbst 1882. Vor vielen Jahren hatte ich in Salzburg zu arbeiten: im Archiv, in der Bibliothek, in dem Museum der römischen Altertümer. Meine Studien galten besonders dem V. Jahrhundert: der Zeit, da die Germanen in diese Landschaften drangen, die römischen Besatzungen, mit oder ohne Widerstand, abzogen, während gar viele römische Siedelungen im Lande blieben: Bauern, Handelsleute, Handwerker, die ihre Heimstätten nicht räumen, ihr einträgliches Geschäft nicht aufgeben wollten, nicht weichen von der liebgewordenen langgepflegten Scholle auch unter Herrschaft der Barbaren; diese, war der Sturm und Kampf der Eroberung vorüber und die Landteilung vollzogen, thaten ihnen nichts zuleide. – War die Arbeit des Tages gethan, streifte ich in der schönen, altvertrauten Landschaft des Salzachthales: die warmen Juni-Abende verstatteten langes Umtreiben bis zu späten Stunden. Gedanken und Träume waren mir erfüllt von den Bildern des Lebens und der wechselnden Geschicke dieser spätesten Römer in den Alpenländern. Gerade in und um Salzburg forderte die reiche Fülle von Inschriften, von Münz- und Gerät-Funden, von römischen Denkmalen jeder Art die Phantasie zu eifriger Gestaltung auf: denn diese Stadt, mit dem

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