Erster Teil: Das Abenteuer der Jugend
Carl Ericson war ungezogen. An jenem Sonnabendnachmittag im Oktober gab es in ganz Joralemon wohl keinen ungezogeneren Jungen als ihn. Zur Strafe dafür, daß er während des Soldatenspielens mit Bennie Rusk den vor Angst laut schreienden Haushahn dreizehnmal um den Hühnerhof gejagt hatte, mußte er Holz aufstapeln, und damit war er noch nicht zur Hälfte fertig. Er stand in der Mitte des Holzschuppens und bearbeitete die umherliegenden Scheite mit pessimistischen Fußtritten. Eine höchst unromantische Schmutzschicht bedeckte sein Gesicht, und so war nichts davon zu merken, daß seine skandinavischen Wangen wie Seide aussahen, deren cremefarbener Grund zartrosa getönt ist. Seine Mütze saß ganz hinten auf dem aschblonden Haar, das jetzt verfilzt war wie niedergetretenes Gras, und auf einer der seidenweichen Locken ritt frech ein kleinwinziger Holzspan. Die Finsternis im Schuppen mißfiel Carl. Der ganze Begriff Arbeit widerte ihn an. Die Holzstücke waren seine persönlichen Feinde, denen er ehrenrührige Namen gab. Er trat vor den Schuppen und schnupperte den Rauch brennenden Laubs ein – den Duft des Herbstes, des Streifens und der Wanderlust. Zwischen den Häusern sah er das schilfbewachsene Ufer des Joralemonsees. Der blaue Wasserspiegel war glatt, nur an einer Stelle in der Strömung sprangen, funkelnd und glitzernd wie Diamanten, kleine Wellen auf. Jenseits des Sees unterbrachen