Chapter

Fabelhaft, Henrik!

Der Weg hinauf zur Elchkalbshütte ist die ersten drei Kilometer ziemlich langweilig und mühsam. Aber bei der Lystadbrücke biegt man in den Pfad ein, der die Schwarzenseeache entlang aufwärts führt, hier stehen die Erlengebüsche dicht und geheimnisvoll. Spinngewebe glitzern zwischen den Zweigen und kleben sich einem am Gesicht fest, wenn man sich durchdrängt. Die Frösche quaken, und die Forellen schnellen in dem durchsichtigen Wasser auf. Bei Nacht kann man auch oft heisere Schreie hören und Dynamitschüsse. Das sind die Fischwilderer. Über dem Lystadfall, der durch die Schluchten tost und donnert, steht der Schaumdampf zehn Meter hoch, und wenn man vorbeigeht, bekommt man gleich eine erfrischende feine Dusche ins Gesicht. Im vorigen Jahr hat sich ein unvorsichtiger Forellenfischer zu weit zum Fall vorgewagt; es war nicht viel von ihm übrig, als er schließlich unten gefunden wurde. Dieser Weg ist ein richtiger Urwaldpfad, man kann sich ganz gut vorstellen, daß wilde Tiere sich hier zu ihrer Tränke an den Fluß hinunterschleichen. Immer wieder muß man über morsche Stämme und entwurzelte Bäume klettern; in ungeheueren Mengen steht das Schlangenkraut da. Man kommt sich völlig wie im Dschungel vor. Von Stechapfel, Fingerhut, Tollkirschen und anderen Giftpflanzen wimmelt es nur so. Plötzlich wird der Weg von ungeheuren, schwirrenden Mückenschwärmen versperrt, dann muß man wie ein

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