Kapitel 1
Explosion auf der Atlanta Der Nebel der letzten Tage war in einen staubfeinen Dauerregen übergegangen. Naßglänzende Schirme überdachten das Gewimmel der Menschen in den Straßen von Stockholm. Doppelt und dreifach zurückgeworfen vom Spiegel der Asphaltdämme schillerten die Farben der Lichtreklamen. Der Portier des »Grand-Hotel Royal« trat mit einem großen Schirm bewaffnet aus der schützenden Halle an die vorfahrenden Autos heran, um die Gäste trocken ins Haus zu bringen. Unter den wenigen Neugierigen, die trotz des schlechten Wetters ausharrten, um die Anfahrt der Gäste zu beobachten, befand sich auch ein Herr in einem gelben Regenmantel. Man konnte schon sagen, daß dieser Herr die beste Position erwischt hatte. Er lehnte an der Hauswand unter einem Balkon, und nur ab und zu huschte das Licht eines Autoscheinwerfers über den gelben Mantel. Ein Streichholz glomm auf. Es war vergebliche Bemühung, einen speichel- und regenfeuchten Sumatrastummel zum Glühen zu bringen. »Dann nicht«, knurrte der Mann und schob den Stummel für spätere Verwendung in die Manteltasche. Aus dem emporgeschlagenen Kragen lugte ein gerötetes Gesicht. Hinter Brillengläsern lagen dunkle Augen wie in einem Versteck. Die Nase schien mit einem ewigen Schnupfen zu kämpfen. An ihrem kupferfarbenen Rücken rannen Regentropfen hinunter. Wenn ein Windstoß den Mantelkragen lüftete, konnte man das glänzende Blau eines