Chapter

Eva

Den Frauen meiner Wege Buchsegen Durch den großen Garten gehen, Klingen hören, Leuchten sehen, Froh bejahen, tief erleben, Vom Erlebten freudig geben – Wär's auch nur mit einem Blick – Das ist Glück. Eva Heilige! Wunderbare! Traum meiner frühen Jahre, erstanden zur Wirklichkeit, mit dem Atem der Erde geweiht – Gebet Du hast mir, Gott, dies wilde Herz gegeben – Du weißt, warum. O mach' es hart wie Erz und gib mir Eisenkraft und eine Flammenzunge, dich zu künden und deine Liebe. Denn siehe: Dein Volk mißhört dein Gebot und kennet dich nicht. – Höre mich, großer Gott! Gib mir das starke Herz! – Frühe Tage Tage kommen, da es durch kahle Bäume weht und alles in dir dem Gewaltigen offen steht – und dann ist eine Nacht, zu heilig für den Schlaf, in der dich der Herr mit flammender Geißel traf – und ringend scheidet sich dir das Falsche und Echte. Kennst du sie? Kennst du sie wohl, die Tage und Nächte? Der Bettler Mein Sinn ist hoch und stolz mein Herz, Unnahbar ist mein Glaube – Und stehe doch – ein Bettelmann – am Wegesrand im Staube. Ich habe, was ihr alle sucht durch euer banges Leben – und was ich von euch bitten mag, ihr könnt es mir nicht geben. Ich träum' von einer Krone Gold aus allem Licht der Erden – O laß mich, Herr, ein Bettler sein, kann ich nicht König werden! Vorübergehen Alles ist ein Ungesagte Worte Frage Ich habe die Sonne gefragt: „Was wirst du mir heute geben?“

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