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Vorrede

Im Jahr 1805 gab ein zu Leipzig privatisirender Gelehrter, Namens Karl Wötzel, Doctor der Philosophie, eine Schrift heraus unter dem Titel: Meiner Gattin wirkliche Erscheinung nach ihrem Tode. Diese Schrift erregte um so mehr Aufsehen, da der neue Geisterseher sich durchaus als einen Philosophen gab und von seinen philosophischen Schriften – die man freilich nicht kannte – mit Bedeutung sprach. In kurzer Zeit erlebte diese Schrift drei Auflagen und war überall das Gespräch des Tages. Desto ernstlicher glaubte man daher es mit ihr nehmen zu müssen, und die Ersten, welche dagegen auftraten, waren Cannabich, Helmuth, Ihling und die Recensenten in der Jenaischen und Halleschen Literatur-Zeitung, worauf sich eine Fluth satirischer Schriftchen dagegen ergoß: Meiner Großmutter, meiner Katze Erscheinung u. s. w. Die Schrift des D. Wötzel war dem Herzoge von Weimar zugeeignet, und da Wieland der Vorlesung derselben beiwohnte, so weckte dieß seine alte Neigung wieder, psychologische Probleme zu lösen und Wunder zu beleuchten. Dazu hätte nun der erste der hier mitgetheilten Dialogen zugereicht; allein, da der D. Wötzel einen Beweis von der Möglichkeit der Geistererscheinungen versucht hatte, so veranlaßte dieß Wielanden, nicht nur den Beweis vom Gegentheil zu führen, sondern auch seine Leser überhaupt auf einen Standpunkt zu stellen, von welchem aus die Lüsternheit nach der Geisterwelt

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