Chapter

Widmung an Sir Walter Scott

An Sir Walter Scott, Baronet. Verehrter Herr! Ich habe mich lange mit der mir von meinem Ehrgeiz eingegebenen Hoffnung getragen, den reichen und zahllosen Gaben, die auf den Altar Ihres Genius niedergelegt wurden, meinen schwachen Tribut beizufügen. So oft ich der Welt ein neues Buch darbot, weilte ich eine Zeitlang bei der Betrachtung, ob dasselbe würdig sei, mit Ihrem großen Namen geschmückt zu werden, und jedesmal schob ich die Sache hinaus, in Aussicht auf jenen Tag besser begründeten Verdienstes, der nie kam. Nun ich aber bei einem Werke angekommen bin, das die Reihe schließt, welche ich von Anfang an im Auge hatte, ist dies vielleicht die einzige mir noch offenstehende Gelegenheit, Ihnen jene hohe, gerechte, warme Bewunderung auszudrücken, die Sie mir, wie allen meinen Zeitgenossen, eingeflößt haben, und welche ein französischer Schriftsteller so anmutig »die glücklichste Prärogative des Genies« genannt hat. So ergreife ich denn diese Veranlassung, nicht als die beste, sondern um die letzte nicht zu verlieren. Ihr Ruhm als Dichter und als Erzähler hat jene Höhe erreicht, auf welcher das Lob überflüssig wird; aber hier eben scheint mir im Charakter des Schriftstellers em noch höherer Grund zur Verehrung zu liegen, als in dem seiner Schriften. Wer kann das Beispiel zu erreichen hoffen, das Ihr Genius uns giebt? – Wer das Beispiel vergessen, das Ihre Mäßigung uns hinterläßt?

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