Chapter

I. Am Tor der Wunder

Ihr stillen Försterhäuser in aller Herren Länder seid gegrüßt! Ihr friedlichen Wohnungen der Wächter der Wälder, dieser Wiegenhüter der noch winzigen Urenkel altehrwürdiger Tannen, Buchen und Eichen seid gegrüßt! Eure efeuumrankten, morschen Mauern fangen die geheimnisvollen Laute des Waldes auf, saugen das Rauschen der Zweige, das heilige Schweigen der Jahrhunderte überdauernden Stämme ein. Sie hören die Lockrufe des Wildes und das Balzen der nistenden Schaukler der Äste und geben mit ihrem Echo beides, die Sprache des Waldes und sein Verstummen, geheimnisvoll zurück. Die Pilger des Lebens, Wälder durchschreitend, Spielleute, Fuhrmänner und fahrendes Volk – wie gerne rasten sie an einem schattigen Plätzchen in euren Lauben und erquicken sich mehr noch als an den landfrischen Gaben der schmucken Försterfrauen an dem Hauche eures Friedens! Wie kleine Waldkirchen, verborgene Kapellen für den Sonnen-Gottesdienst der Natur, zwingt ihr uns alle in den Bann eurer Weltflucht und Waldeseinsamkeit! Um solch eine, gleichsam von einem gewaltigen Heere alter Baumrecken belagerte und eingeschlossene, einsame Menschenveste spielten sich vor langer, langer Zeit viele wunderbare und merkwürdige Begebnisse ab, die sich wie Bernsteinstückchen oder Perlen um einen Faden, so um ein Ereignis, das Eingreifen des Unsichtbaren in die schlichte, sichtbare Welt reihen lassen, und die ich erfuhr von –

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