Erwachen
Durch das breite Oberlicht in der Halle von Robin Hill fiel die Junisonne um fünf Uhr nachmittags gerade auf die Stelle, wo die breite Treppe eine Biegung machte; und in diesem hellen Lichtstrahl stand der kleine Jon Forsyte im blauen Leinwandanzug. Sein Haar leuchtete, und auch seine Augen unter der gerunzelten Stirn, denn er überlegte gerade, wie er dieses letztemal noch von den unzähligen Malen die Treppe hinunterkommen sollte, das letztemal, ehe seine Eltern nach Hause kamen. Vier auf einmal und fünf zum Schluß? Alt! Das Geländer hinunterrutschen? Aber wie? Auf dem Gesicht, die Füße zuerst? Uralt! Auf dem Bauch, seitwärts? Kleinigkeit! Auf dem Rücken, die Arme links und rechts herunterhängend? Verboten! Oder Gesicht nach unten, Kopf voraus, etwas, das bis jetzt nur er fertigbrachte? Deshalb das Stirnrunzeln auf dem Antlitz des kleinen Jon, das von der Sonne beschienen war ... In jenem Sommer des Jahres 1909 hatten die einfachen Leute, die damals schon die englische Sprache vereinfachen wollten, natürlich keine Ahnung von der Existenz des kleinen Jon, sonst hätten sie ihn zu ihrem Jünger erkoren. Aber man kann in diesem Leben auch zu einfach sein, denn sein wirklicher Name war Jolyon; sein Vater und verstorbener Stiefbruder hatten schon längst die andern möglichen Abkürzungen, Jo und Jolly, mit Beschlag belegt. Und tatsächlich hatte der kleine Jon sein möglichstes getan,