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1844 – Offiziere in Mailand

1844. In dem Hôtel Reichmann zu Mailand unter den geöffneten Thüren des Speisesaals, welche in den kleinen zierlichen Garten hinausführen, saß eine Gesellschaft junger Offiziere – es waren ihrer sechs – gerade die Zahl, welche für ein kleines feines Diner die richtige ist, und hatten dies angenehme und wichtige Geschäft so eben beendigt. Der reich servirte Tisch prangte in jener malerischen Unordnung des Silbers und Krystalls, zerstörter Frucht-Pyramiden, entkorkter Champagnerflaschen in Eiskübeln, jener Unordnung, über welche das befriedigte Auge so gern hinschweift, den duftigen Kaffee vor sich und die wohlriechende Havannah im Munde. Es war ein Nachmittag im Mai, die warme Sonne hatte sich aus dem engen Gärtchen emporgehoben, einer erfrischenden Kühle Platz machend, die durch Saalthüren und Korridore aus dem hoch umbauten Hofe hineinströmte. Der goldene Schein des scheidenden Lichtes zeichnete an den Mauern und Häusern, welche den Garten umgaben, in dunklen Schatten die zackigen Giebel der benachbarten Gebäude, küßte wollüstig die Spitzen einiger hochstämmigen Lorbeer- und Granatbäume und schien ungern dies trauliche Plätzchen zu verlassen; doch Zoll um Zoll erhob sich der helle Schein rings umher, gefolgt von Tausenden von Insekten, welche sich summend auf dem scheidenden Strahl der Abendsonne emporschwangen und dem kühlen, dunklen Schatten entflohen. Die lebhafte

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