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Einleitung

Erinnerungen eines Musikers. Herausgegeben von Heinrich Stümcke. Rußlands bedeutendster Komponist, Peter Iljitsch Tschaikowsky, wurde als Sproß einer altadligen russisch-polnischen Familie am 7. Mai 1840 zu Wotkinsk im Gouvernement Wiatka geboren. Sein Vater bekleidete an verschiedenen Orten des Zarenreiches leitende Stellungen im Bergbau- und Hüttenwesen. Die Mutter entstammte einer französischen Refugiéfamilie. Als Tschaikowskys Vater 1852 nach seiner Pensionierung dauernden Aufenthalt in Petersburg nahm, wurde der Knabe einem dortigen Gymnasium, der sogenannten Rechtsschule, überwiesen, deren erfolgreicher Besuch ihren Zöglingen die Aussicht auf die höchsten Justizämter des Reiches eröffnete. Obgleich zum Programm der häuslichen Erziehung in der Familie Tschaikowsky auch das Klavierspiel gehörte, so wies doch keins der näheren oder entfernteren Familienmitglieder eine bemerkenswerte musikalische Begabung auf, und auch Peter Iljitsch erschien seinen Eltern keineswegs für die Komponistenlaufbahn vorbestimmt. Wirkliche Fortschritte in der Musik machte er erst, als er dreizehnjährig die Unterweisung des tüchtigen deutschen Klavierpädagogen Rudolf Kündiger und gleichzeitig die des italienischen Gesangsmeisters Pizzioli genoß. Nachdem er die Rechtsschule durchlaufen, trat Tschaikowsky, dem Wunsche des Vaters folgend, als Kanzlist ins Justizministerium ein, obgleich ein innerer

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