Zehnte Erinnerung: Mein deutscher Schwiegersohn
Es ist mir immer unbegreiflich gewesen, wie Jane, meine dritte Tochter, dazu gekommen ist, einen Ausländer zu heiraten. Ich habe gar nichts gegen Ausländer, aber ich kann nicht sagen, daß ich mir jemals hätte träumen lassen, die Schwiegermutter eines Deutschen zu werden. Ihr werdet euch ohne Zweifel darüber wundern, daß weder meine älteste, noch meine zweite, sondern erst meine dritte Tochter meinen Namen trägt. Das war lediglich die Folge meiner Schwäche, die mich Mr. Tressiders Wünschen nachgeben ließ. Unser lieber ältester Sohn wurde auf seines Vaters Wunsch nach ihm John getauft, und ich machte nicht die geringste Einwendung, obgleich ich einen etwas romantischeren Namen vorgezogen hätte. Ich weiß sehr wohl, daß einige berühmte Männer John heißen, aber man denkt doch bei dem Namen zu leicht an einen Bedienten oder Stallknecht. Wenn ich im Theater eine Posse sehe, finde ich, daß der Bediente meist John gerufen wird. Immer heißt's: »John, ist dein Herr zu Hause?« oder: »John, wenn Besuch kommt, bin ich nicht zu sprechen,« und in den alten Bänden des »Punch«, die ich mir manchmal hervorsuche, heißt der Bediente auch immer John, besonders in den Bildern. Erst neulich nahm ich einige von meinen Enkeln in eine Nachmittagsvorstellung des Cirkus mit, und wunderbarerweise begleitete uns sogar Mr. Tressider. Da kam auch so'n albernes Ding vor, sie hatten's auf dem Zettel »Eine