Erster Akt.
Clerimont tritt auf, indem er sich ankleidet, ein Knabe. Clerimont. Hast Du, Junge, den Gesang, den ich Dir gab, vollkommen inne? Knabe. Ja, Sir. Clerimont. Laß mich ihn hören. Knabe. Gut, Sir, aber daß niemand weiter zuhört. Clerimont Wie das? Knabe. Weil es Euch sonst in der Stadt den gefährlichen Namen eines Poeten zuzieht, mir aber außerdem noch eine üble Begegnung in dem Hause der Dame, auf welche das Lied geht, wo ich jetzt, nächst einem Mann, das willkommenste Ding bin. Clerimont. Ich glaube auch noch über einen Mann, wenn die Wahrheit aus Dir gefoltert würde. Knabe. Ich will lieber vorher bekennen. Die Kammermädchen spielen mit mir und werfen mich auf's Bett, dann bringen sie mich zu ihrer Dame, die mich mit ihrem gemahlten Gesichte küßt, und mir eine Perücke aufsetzt: dann fragt sie mich, ob ich ihren Rock anziehn will, und ich sage Nein, und dann giebt sie mir eine Ohrfeige, und nennt mich unschuldig und läßt mich gehn. Clerimont. Kein Wunder, daß die Thür für Deinen Herrn verschlossen ist, wenn sie Dir so offen steht. - Gut, Du sollst nicht mehr hinzugehn brauchen, sonst trifft es sich wohl noch, daß ich in vierzehn Tagen etwa Deine Stimme auf dem Fußboden in den Binsen meiner Dame suchen muß. Nun singe! Gutwitz tritt herein. Gutwitz. Ha! hier ist der Mensch, der seine Zeit verschwendet, und nichts davon fühlt! Außer dem Hause seine Dame, im Hause seinen Liebling,