Chapter

Elohim

Wo die Ölbäume in der Sonne stehn, saß Einer im Mantel auf dem kühlen Brunnenrand und sagte zu dem Bewässerer, der ihn hier noch niemals gesehn hatte: „Laß die Qual.“ Der Mann sah ihn an; der Fremde sprach es noch stärker, wie in einem eindringlichen Befehl: „Komm mit mir, laß die Qual.“ – „Ich will es nur meinem Weibe sagen und denen im Dorfe, damit sie mich nicht suchen. Denn auf morgen sind wir alle gegeneinander verpflichtet.“ Da merkte er, wie jener es nun nicht noch öfter zu sagen wünschte: „Laß auch die und diese Qual.“ Er folgte ihm hinter die Mauern, hier sah sie keiner. Da begegnete ihm ein Zweiter, der fragte und wies auf ihn kurz mit dem Finger: „Wen bringst du uns da, Asrael, weh.“ Der erste sah ihm in die Augen: „Einen Gärtner unter ihnen, Samuel, weh.“ Den er Samuel genannt hatte, der winkte ihm darauf und spöttelte mit den Brauen: „Der wird seine Wasser entbehren und den weißen Strahl, dort wo tags der Fettstrauch sprießt.“ Der mit Asrael Angeredete entgegnete darauf mit gesenktem Kopfe nur: „Weh.“ Danach gingen sie auf einer staubigen Straße, da kamen sie an einen Ort, von dem vier Ströme ausgingen. In dem Wasser des einen lag ein Kahn; die andern waren von gelöstem Salz, von Erdharz, von Öl. Nur der eine rauschte; die drei rauchten und waren stumm und erfüllten die Luft mit Schwefelhauch. Sie waren bitter, ohne Fische. Der Asrael Geheißene übersetzte jetzt

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