Chapter

Prolog

Vor dem Königshaus in Mykene. Vorne ein Altar des Apollon. Die Sonne geht eben auf. Orest kommt mit einem alten Diener. Der Alte: Du, der das Heer geführt vor Troja einst, des Agamemnon Sohn, du schaue nur, was du zu schauen immer dir ersehnt. Hier angelangt, magst du nun sagen, daß Mykene du erblickst, das goldene, und das verderbte Haus der Pelopiden dort, wo ich dich einst, als dir erschlagen ward der Vater, von deiner Schwester gleichen Bluts empfing und schützend forttrug und erzog zum Mann, bereit zu rächen deines Vaters Fall. Doch nun, Orest, laß eiligst uns beraten, was zu tun sei. Denn schon erregt der Sonne heller Glanz der Vögel morgendlichen Sang, und es schwand die schwarze Sternennacht. Drum, eh im Haus sich einer regt und auf den Weg sich macht, beratet euch, da wo wir stehen, die Zeit zu säumen nicht, doch reif für Taten ist. Orest: Du, liebster aller Männer mir und Diener! Du zeigst es deutlich mir, wie edel du geartet bist. Ein edles Ross von guter Zucht, auch wenn es alt geworden, in den Gefahren nie den Mut verliert und aufrecht es das Ohr noch stellt, so treibst auch du uns an und gehst der ersten einer mit! So höre denn und lausche, was beschlossen ist, mit scharfem Ohr und wäge meine Worte, und treff ich nicht das Rechte, form es um! – Als zu der Pythia Sehersitz ich kam, zu forschen, wie des Vaters Mörder büßen sollen für ihre frevelhafte Tat, gebot

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