Zwei Feinde nähern sich. Meer und Weib. Elisabeth bekommt Besuch
Der Tod des jungen Behrens brachte Bezug einige Unannehmlichkeiten. Während die ganze Stadt von den märchenhaften Geschichten über die Verlobungsfeier im Hause Bezugs erfüllt war, fiel die Ermordung des Fabrikanten in zu unmittelbare Nähe, als daß man nicht beide Ereignisse hätte miteinander irgendwie in Verbindung setzen wollen. War er auch bei Bezugs Fest dabei gewesen? Gewiß, er war dabei gewesen. Man suchte nach irgendeinem Motiv, das aus diesem Fest entsprungen sein konnte. Ein Gerücht behauptete – es war mit einiger Sicherheit bis in die Nähe der Frau Herold zurück zu verfolgen –, daß Behrens nicht ermordet worden sei, sondern sich selbst getötet habe. Warum? Man flüsterte geheimnisvoll, daß die wundersame, magische Anziehung Elisabeths auch auf ihn wirksam geworden sei, und daß er den Tod einem von hoffnungsloser Leidenschaft zerstörten Leben vorgezogen habe. Damit wurde er für alle Backfische ein Märtyrer der Liebe, und der »Illustrierte Tageskurier«, der sein Bild auf der ersten Seite brachte, mußte im Laufe des Tages drei Auflagen veranstalten. Nun hatte man auch eine ungezwungene Erklärung für die Abreise Elisabeths. Obzwar sie schuldlos war und den jungen Mann nicht ermuntert hatte – oder hatte sie ihn doch ermuntert? – wollte sie doch den düsteren Eindruck der Tat durch Ortswechsel und Zerstreuungen verwischen. Darum nahm sie auch den Bräutigam nicht mit. Immerhin