Erster Teil - 1
Schnee mit Regen gemischt strömte vom Himmel und kämmte graues Haar über die kahlen Scheitel der Berghäupter. Als der jüngere Tveholmer den Abhang zur Bucht hinunterkletterte, wo seine Jolle lag, wimmerte und krachte es in den verkrüppelten Kiefern ringsum, und von der See her klang ein Geräusch, wie wenn einer in einer Steinhalde schaufele. Er horchte. »Das Eis! Verdammt! Es kommt zurück!« Drei Tage lang hatte der Nordsturm gebraust, hatte alles Eis innerhalb der Schären aufgebrochen und von Norden ungeheuer viel schweres Treibeis hergewälzt, bis endlich das ganze Getriebe ins Meer hinaus verschwunden war. Aber heute morgen war der Wind nach Südosten umgeschlagen, nun kam das Teufelszeug zurück. Damit hatte er nicht gerechnet, wenigstens nicht so schnell … Ein Irrtum war nicht möglich, er kannte den Ton allzu gut, der aus dem Schneegestöber kam. Der Südost würde bestimmt einen Teil des Eises grade hier durchtreiben. Und das wurde von dem Trutnabb festgehalten, der seinen Fangarm weit ins Meer streckte, wurde gegen den steilen Strandweg hier in der Mitte getrieben, da aufeinandergeschoben und wie in einem Trichter durch den Tveholmsund geschraubt. So würde es jetzt im Handumdrehen gehen, oder es war schon soweit. Das gab eine böse Heimfahrt, wenn man nicht vorher … Er machte den obersten Knopf seiner Schafpelzjacke zu, rückte den schweren Sack auf den Schultern zurecht und