Aphorismen
Nicht als Leitfaden oder etwa, daß man sich darnach richten soll, sammle ich diese Aussprüche, sondern nur, damit der, welcher Lust hat, nehmen und besitzen möge, was sein wie mein ist. Ex corde lux! * Wonach ich mich sehne? Nach gläubigen Menschen aller Art. * Ich will etwas, das von Klein und Groß ebenso unabhängig ist als von Gut und Böse. * Ihr glaubt mich zu überschätzen? Schätzt mich nur als das, was ich bin, so verliere ich nichts. * Wo willst du stehn? Hoch oder niedrig? verborgen oder öffentlich: auf der Rednerbühne? auf der Kommandobrücke eines Schiffes oder eines Staates? Dort will ich stehen, wo ich zu mir und andern sagen muß: »Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen!« * Ich habe niemals eine andere Würde bekleidet als die mir innewohnende. * Soll ich mich in die Gegenwart drängen wie eine Zeitung? * Es konnte mir nichts Besseres passieren, als daß der Antagonismus der Welt mich immer wieder auf mich und in mich zurückwies. * Ich hasse die geistigen Ameisen. Ich liebe die geistigen Bienen. * Da ich mich schon entschlossen habe, im Geistigen zu leben, lebe ich viel zu wenig im Geistigen. * Der Himmel möge mir das Glück erhalten, mich täglich über das Lokale und allzu Persönliche ins Unendliche und Ewige erheben zu können, will heißen: vom zeitlichen ins ewige Schicksal. * Von dem, was die Welt beherrscht und allgemeinste Verbreitung hat, von der