Chapter

Eine Walfischjagd

Von W. Belka. „Junger Herr – ich darf’s nicht! Machen Sie mir das Herz doch nicht unnötig durch Ihre Bitten schwer! Wir sollen uns nicht aus Sicht des Landes entfernen. Und an den Befehl Ihres Vaters halte ich mich unbedingt. Ich bin Gehorsam gewöhnt und nicht umsonst acht Jahre Bootsmannsmaat bei unserer Kaiserlichen Marine gewesen, bis ich mir beim Geschützexerzieren die beiden Finger der linken Hand halb abquetschte und Invalide wurde. Wenn einer zu dem alten Heinrich1 Scharpen sagt: „Bis dahin darfst Du mit dem Motorboot in die See hinaus“, dann geschieht das auch.“ Fritz Parlow wandte den Kopf ärgerlich zur Seite. Die abermalige Ablehnung seines Vorschlages, das prächtige Wetter zu einer Fahrt bis nach den Riffinseln westlich von Apia auszudehnen, wo stets eine Menge Seehunde anzutreffen waren, reizte seinen Zorn. Und heftig rief er dem Alten nach, der eben unter Deck verschwinden wollte, um nach dem Motor zu sehen: „Sie sind ein rechter Dickkopf, Heinrich! Ihnen ist’s nur zu langweilig, mit uns hier hin und her zu kreuzen. In den Hafenschenken in Apia gefällt’s Ihnen besser!“ Da mischte sich Fritz’ um zwei Jahre jüngere Schwester ein, die neben ihm am Steuer saß. „Pfui, schäme Dich!“ rief sie ganz empört, indem sie aufsprang und zu Heinrich Scharpen eilte, um sich in dessen Arm zu hängen. „Wie kannst Du nur unseren alten Freund so kränken, der uns jeden Wunsch erfüllt,

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