Teil 2
Als der Regent seine Tochter verließ, fragte er nach Dubois, aber man antwortete ihm, nahem er mehr als eine Stunde auf Seine Hoheit gewartet, sei Dubois in das Palais-Royal zurückgekehrt. Der Herzog traf wirklich, als er beim Abbé eintrat, diesen mit seinen Secretairen arbeitend; ein mit Papieren gefülltes Portefeuille lag auf einem Tisch. "Ich bitte Eure Hoheit tausendmillionen Mal um Verzeihung," sagte Dubois, als er den Herzog erblickte: "doch da Eure Hoheit zögerte und sich die Unterredung sehr in die Länge ziehen konnte, so erlaubte ich mir, Ihre Befehle zu überschreiten und zur Arbeit zurückzukehren." "Du hast wohl daran gethan; aber im muß mit Dir sprechen." "Mit mir?" "Ja, mit Dir." "Mit mir allein?" "Ja, mit Dir allein." "Will mich Monseigneur nun zu diesem Ende in seinen Gemächern erwarten oder in mein Cabinet gehen?" "Gehen wir in Dein Cabinet." Der Abbé machte, auf die Thüre deutend, dem Regenten ein ehrerbietiges Zeichen. Der Regent ging voran und Dubois folgte ihm, nachdem er unter seinen Arm das Portefeuille genommen hatte, das ohne Zweifel in Erwartung des Besuches, den er empfing, bereit gehalten worden war. Als man sich im Cabinet befand, schaute der Regent umher und fragte: "Ist dieses Cabinet sicher?" "Bei Gott! jede Thüre ist doppelt und die Wände sind zwei Fuß die." Der Regent ließ sich in einen Lehnstuhl nieder und versank in eine stumme, tiefe