Eine Schachpartie
Es war ein vierundzwanzigster Dezember, wie manche Leute behaupten, daß er so sein muß. Leute, die ein behäbiges Einkommen besitzen und eine behagliche Wohnung mit großen Öfen in allen Zimmern und auf dem Vorflur, drin überall lustiges Feuer wärmt, leuchtet und knattert. Wo seit Wochen eine abgeschlossene Weihnachtsstube mit geputztem Baum und beladenen Tischen umher an allen Schlüssellöchern von lachenden, lugenden, zischelnden Kindergesichtern belagert wird, deren Unvermögen, länger zu warten, mit dem Heranrücken der letzten Dämmerung etwas von dem hastig zuckenden Augenflimmer überhungerter Tiere im Walddickicht annimmt. Dann, behaupten jene Leute, müsse das Wetter gerad' so sein, damit man die rechte Freude daran habe, im letzten Moment noch' einmal wieder auf die Straße hinauszulaufen, um etwas noch Vergessenes, ganz Notwendiges oder völlig Unnötiges herbeizuschaffen und dann nach dem eilfertigen Einkauf mit den Papierdüten auf dem Arm und frostroten Ohren, Backen und Nasen am Kopf ins Haus zurückzustürmen, sich den Schnee von den Schuhen zu trampeln, von den Mänteln und Kapuzen zu schlagen, aus dem Bart herunterzufingern und den sprungbereit umwitternd sich heranschleichenden, jugendlichen Raubtieren zu versichern, es sei wundervolles Wetter draußen und in den Düten nichts als gewöhnliches Mehl zum Backen der abendüblichen Schmalzkuchen. Es gibt indes auch Leute, die