Chapter

Vorwort

Zunächst das Geständnis, daß dieses Büchlein eine Tendenzschrift im schlimmsten Sinne des Wortes ist. Unter dem Deckmantel der Unterhaltung und Belehrung will sie den Leser nicht bloß für eine bestimmte Meinung, sondern geradezu für bestimmte Handlungen gewinnen, sie hat es nicht bloß auf seinen Geist und sein Herz, sondern auf seine Entschlüsse und seinen Geldbeutel abgesehen. Wohl dürften die meisten — an diese Stelle angelangt — mit überlegenem Lächeln sich sagen, der allzu gewissenhafte Autor hätte diese Warnung sparen können; die Gemüter sowie die Geldbeutel seien heutzutage viel zu gut verwahrt, als daß es noch so aufdringlicher Tendenz leichthin gelingen könnte, sich ihrer zu bemächtigen. Wenn ich hinzufüge, daß das Unternehmen, zu welchem ich thatkräftige Mitwirkung durch diese Schrift gewinnen will, nicht mehr und nicht weniger ist, als die Schaffung eines Gemeinwesens der socialen Freiheit und Gerechtigkeit, d. i. eines solchen, welches jedermann den vollen und ganzen Ertrag der eigenen Arbeit bei unbedingter Wahrung seines freien Selbstbestimmungsrechtes gewährleisten soll, dann wird wahrscheinlich besagtes überlegene Lächeln eine leise Beimischung von Mitleid erhalten, und wenn ich vollends gestehe, daß dieses Eldorado in den Hochlanden Afrikas just unter dem Äquator geplant ist, so dürfte es wohl wenige geben, welche die Zumutung, sie könnten derart überspannte

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